Gold, Gold und nochmals Gold – der Goldpreis steigt und steigt und steigt. Der Run auf Gold ist ungebrochen – der Höhenflug des Goldpreises hält an. Der Goldpreis setzt eine Rekordmarke nach der anderen: Am 24. Oktober 2009 kostet eine Feinunze Gold (31,1, Gramm) in Frankfurt 1.054,94 USD.
Kurfristige Goldpreisentwicklung
Gold scheint attraktiver denn je: Am 8. September 2009 war es mal wieder so weit: Der Goldpreis hatte die Marke von 1.000 USD erneut geknackt, nachdem diese psychologisch so entscheidende Schallmauer am 13. März 2008 erstmals durchbrochen wurde. Seitdem befindet sich der Preis für das beliebteste Edelmetall auf dem Weg zu einem Allzeithoch nach dem anderen. Derzeit scheint kein Ende der Rekordpreisentwicklung in Sicht. Der Goldpreis gilt als Indikator für die wirtschaftliche Stimmung und Verfassung der Weltwirtschaft. Und die ist gegenwärtig (noch) angeschlagen: Die weltweit größte Wirtschaftskrise seit 75 Jahren hat ihre Spuren hinterlassen: Der Dollar – die Gold-Handelswährung – ist vergleichsweise schwach. Das Vertrauen in Politik und Banken befindet sich weiterhin im freien Fall – Angst vor Inflation regiert weltweit. Und diese Angst ist es auch, die Anleger aus aller Welt vermehrt zur “Flucht” in das vermeintlich sichere gelbe Edelmetall bewegt.
Allerdings hat sich der Goldpreis bereits vor Ausbruch der Wirtschaftskrise auf höchstem Niveau bewegt. Auslöser für diese eher krisenunabhängige Entwicklung waren immense Rohstoffspekulationen. Und: Saisonale Gründe spielen natürlich auch eine Rolle, wenn zum Beispiel die Schmuckindustrie im Herbst eines jeden Jahres zu ihren Goldkäufen für die Weihnachtsproduktion ansetzt und damit den Goldpreis nach oben treibt.
Langfristige Goldpreisentwicklung
Die Goldpreisentwicklung verlief in der Vergangenheit recht uneinheitlich. 1980 kletterte der Goldpreis auf sensationelle 850 USD und markierte damit ein neues Allzeithoch, das annähernd 30 Jahre – bis 2008 – Bestand haben sollte. In jener Zeit sank der Goldpreis sogar wieder – bis auf 252,80 USD (1999). Die Jahrtausendwende markiert den Wendepunkt: Seidem zeigt der Goldpreis kontinuierlich nach oben. Allein in dem vergleichsweise kurzen Zeitraum von 2005 bis 2008 stieg der Goldpreis um etwa 600 USD – bis auf 1.000 USD. Experten führen diesen atemberaubenden Kursanstieg auf die überproportional gestiegene Gold-Nachfrage Chinas und Indiens zurück. Doch auch andere, eher strukturelle Faktoren treiben den Goldpreis in die Höhe: Der Goldanteil im Gestein verringert sich zusehends. Das erhöht die Förderkosten.
2.000 USD pro Feinunze? In welche astronomischen Höhen der Goldpreis – früher oder später – noch schießen könnte, wagt heute kaum jemand zu prognostizieren – zu viel Sepkulation, zu viel Psychologie: So halten denn auch nicht wenige Rohstoff-Analysten den aktuellen Goldpreis für überhöht. Eine Korrektur nach unten scheint also nicht ausgeschlossen.